Asiatische Hornisse (Vespa Velutina)

 

Die Asiatische Hornisse (lat. Vespa Velutina - VV) ist eine höchst invasive Hornissenart, die sich seit 2004 von Frankreich her rasant ausbreitet. Nachdem die VV im Jahr 2014 erstmals in Baden-Württemberg nachgewiesen wurde, ist sie im Jahr 2023 auch im Landkreis Ludwigsburg angekommen.

 

Sie zerstört die Biodiversität, da sie nahezu alle Arten von Insekten frisst. Auch der Obst- und Weinbau ist betroffen, da die reifen Früchte angefressen werden und dadurch verderben. Wenn ab Ende August das natürliche Angebot von Schmetterlingen, Wildbienen und Fliegen kleiner wird, werden verstärkt Bienenstöcke angeflogen. Im Raum Horrheim/Hohenhaslach wurden im Spätsommer 2025 mehrere Bienenstände intensiv attackiert. Besserung erfolgt erst, nachdem etliche in der unmittelbaren Umgebung gefundenen Nester beseitigt wurden.

 

Im Vergleich zur streng geschützten Europäischen Hornisse unterscheidet sich die VV durch eine höhere Volksstärke, einem erfolgreicherem Jagdverhalten, eine aggressivere Nestverteidigung und letztendlich auch durch eine deutlich höhere Vermehrungsrate.

 

Bis zum Frühjahr 2025 galt eine behördliche Beseitigungspflicht von gefunden VV-Nestern. Durch Umstufung der VV von Artikel 16 auf Artikel 19 der EU-Verordnung 1143/2014 obliegt es seit März 2025 dem jeweiligen Grundstückseigentümer, auf eigene Kosten ein VV-Nest entfernen zu lassen oder eben auch nicht. Die Änderung der Kostentragungspflicht begünstigt massiv die weitere Ausbreitung.

Mit den nach der Umstufung notwendigen Managementmaßnahmen wurde die Landesanstalt für Bienenkunde (Universität Hohenheim) betraut, auf deren Homepage auch umfangreiche Informationen zur VV bereitgestellt sind. 

 

https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/vespavelutina

 

Erfreulicherweise engagiert sich die Landesanstalt für Bienenkunde auch sehr stark in der Ausbildung von Nestentfernern.

 

Die sogenannten Primärnester der VV hängen bis ungefähr Juni meist bodennah oder in geringer Höhe (bis ca. 2 Metern) in Büschen, Gartenschuppen oder auch in Kinderspielhäuser. Ab Juli ziehen sie dann in der Regel in sogenannte Sekundärnester um, die in höheren Bäumen bis in ca. 30 Metern Höhe hängen und bis zu 100 cm Länge und 60 cm Breite erreichen können. 

 

Es ist wichtig, dass diese Nester entfernt werden, damit nicht weitere Jungköniginnen schlüpfen können, die im Folgejahr für eine weitere Ausbreitung der gebiets-fremden Art sorgen.

 

In unserem Vereinsgebiet, dass die Gemarkungen der Städte und Gemeinden Vaihingen, Sachsenheim, Sersheim, Oberriexingen sowie Eberdingen umfasst, wurden im Jahr 2025 11 Nester gefunden. Die Dunkelziffer liegt um ein Vielfaches höher.

 

Der Bezirksimkerverein Vaihingen/Enz will die ungezügelte Ausbreitung der VV nicht ohne Weiters hinnehmen.

Daher haben sich bisher insgesamt 7 Imkerinnen und Imker unseres Vereins von der Landesanstalt für Bienenkunde als Nestentferner schulen lassen und sind bereit, ab 2026 auf ehrenamtlicher Basis gefundene Nester zu entfernen.

 

Bitte melden Sie Nestsichtungen über die Meldeplattform:

 

 

Nach der offiziellen Meldung an die Uni Hohenheim, bitten wir um zusätzliche Benachrichtigung an die Vespa Velutina-Ansprechpartnerin unseres Vereins:

Christiane Bachmann : [email protected] (Wird in Kürze freigeschalten)

Ihre Aufgabe ist die Hilfestellung bei Sichtung, Bestimmung und Erstellung der offiziellen Meldung an die Uni-Hohenheim und Koordination bzw. Durchführung der Nest-suche/Nestentfernung.

 

Wir bitten um Verständnis, dass die Tätigkeit ebenfalls ehrenamtlich ist und deshalb nur nach ihrem eigenen Ermessen umgesetzt werden kann.